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Steile Lernkurve: Sebastian Estner fährt bei Auftakt zwei Mal in Top-10

So gut wie ohne Tests ist Sebastian Estner aus Wall in seine zweite Formel 4-Saison gestartet. Seine Lernkurve in Oschersleben war steil: Er fuhr zwei neunte Plätze ein.


Oschersleben/Wall – Gewissermaßen einen Kaltstart in die neue Saison der ADAC Formel 4 hat Sebastian Estner in der Motorsport Arena Oschersleben hingelegt. Gezwungenermaßen: Weil die Entscheidung für sein Cockpit in einem der fünf Autos des niederländischen Teams Van Amersfoort Racing erst kurz vor dem ersten Rennen gefallen ist (wir berichteten), blieb keine Zeit mehr für Tests. So musste sich der Waller nach einem halben Jahr Pause erst einmal wieder an sein Formel 4-Fahrzeug gewöhnen. Wie schnell ihm das geglückt ist, zeigen seine Ergebnisse im Verlauf des Wochenendes.

Die Qualifyings waren für Estner wie erwartet schwierig. Während seine Konkurrenten schon auf Zeitenjagd gehen konnten, musste sich der Waller erst mal auf Auto und Strecke einschießen. Die Ergebnisse – zwei Mal Startplatz 17 – waren da eher zweitrangig. Dann aber ging es bergauf. In allen drei Rennen legte Estner eine steile Lernkurve an den Tag. Im ersten Lauf arbeitete er sich schon mal auf Platz 15 nach vorne.

Deutlich schwieriger wurde die Ausgangslage vor dem zweiten Rennen. Weil Regen die 3,67 Kilometer lange Strecke unter Wasser gesetzt hatte, entschied sich die Rennleitung für einen Start hinter dem Safety Car. Als dieses in die Boxengasse zurückkehrte, hieß es Feuer frei. Das nahmen einige Fahrer zu wörtlich und rutschen von der Strecke. Estner blieb cool, passte seinen Fahrstil an die Bedingungen an. Mit Erfolg: Er machte acht Plätze gut und fuhr als starker Neunter ins Ziel. Ein Ergebnis, das er im dritten Rennen bestätigte.

Zwei Top-10-Ergebnisse trotz deutlich weniger Erfahrung als die Konkurrenz: Team-Geschäftsführer Rob Niessink ist zufrieden mit der Leistung seines Neuzugangs. „Sebastian hat einen großartigen Job gemacht. Wir schauen mit großer Zuversicht auf die nächsten Rennen.“

Text: Sebastian Grauvogl

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