© 2019 Estner Racing Tegernsee

Kein Wochenende nach Wunsch für Estners

Andreas und Sebastian Estner kämpften am Hockenheimring mit Grip-Problemen. Am Lausitzring soll es an diesem Wochenende besser laufen.


Im Fokus: Ein Kamerateam filmt Andreas Estner in der Startaufstellung des ADAC Formel 4-Rennens auf dem Hock enheimring. Dort fand der zweite Lauf der Nachwuchsserie statt. © Gruppe C Photography (KN)

Wall / Hockenheim – Mit den Stars des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf einer Bühne waren die beiden Formel 4-Fahrer Andreas und Sebastian Estner aus Wall auf dem Hockenheimring. Während die DTM ihren Saisonauftakt feierte, starteten die Piloten der Nachwuchsserie des ADAC bereits in ihren zweiten Lauf des Jahres. Für die jungen Fahrer eine gute Gelegenheit, ihr Talent vor vollen Tribünen und unter den Augen vieler großer Namen des Motorsports zu präsentieren.

Bei frühsommerlichen Temperaturen starteten die beiden Estner-Brüder trotz ihrer baugleichen Autos des Neuhauser Racing-Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Trainings. Während Andreas (17) in seinem dritten Formel 4-Jahr bereits viele Runden auf der Rennstrecke im Norden Baden-Württembergs abgespult hat, tastete sich Rookie Sebastian (16) erst an die Ideallinie heran. Im Qualifying konnte Andreas Estner seinen Top Ten-Platz aus dem ersten Training jedoch nicht wiederholen. Er stellte seinen Boliden auf Startplatz 13 für beide Rennen. Sein jüngerer Bruder reihte sich als 18. und 17. ein.

Deutlich besser lief es dann im ersten Rennen. Andreas Estner überquerte als Neunter die Ziellinie und sammelte damit weitere Punkte für die Meisterschaft. Sebastian überholte sogar noch ein paar Autos mehr und sah als Zwölfter die schwarz-weiß-karierte Flagge – sehr zur Freude von Team-Chef Hannes Neuhauser: „Sebastian hat sich dieses Wochenende in seinen Rundenzeiten von den Trainings bis zum Rennen kontinuierlich verbessert. Genau das, was wir von ihm als Rookie erwarten.“

Im zweiten Rennen übertrumpfte der Neueinsteiger mit Platz 14 sogar seinen erfahreneren Bruder (16.), der in einige Positionskämpfe verwickelt war und dadurch viel Zeit verlor. Das Sonntagsrennen lief dann für beide Brüder eher ernüchternd. Während Sebastian immerhin noch als 17. ins Ziel kam, schied Andreas im ersten Drittel nach einer Kollision in der Spitzkehre aus.

Entsprechend fällt das Fazit der Estners aus. „Leider war das für uns kein Rennwochenende nach Wunsch“, teilen die Brüder mit. „Wir haben das ganze Wochenende mit Grip-Problemen gekämpft.“ Wiedergutmachung wollen sie beim nächsten Lauf auf dem Lausitzring an diesem Wochenende betreiben – erneut im Rahmenprogramm der DTM. Bei den Testfahrten waren die Estners hier von den Rundenzeiten her vorne mit dabei. Einen Neustart am Hockenheimring wagen sie übrigens vom 20. bis 22. Juli – zeitgleich mit ihren Vorbildern aus der Königsklasse Formel 1.

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