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Formel 4

 


 

Unglückliches Ende einer soliden Saison

Die Saison 2017 in der ADAC Formel 4 ist Geschichte. Nach dem Saisonfinale in Hockenheim rangiert das Team Neuhauser Racing auf dem fünften Gesamtrang. Michael Waldherr kam in der Fahrerwertung auf Rang 14, Andreas Estner folgt dem erfahrenen Bayern auf Rang 17.

Bild könnte enthalten: Auto und im Freien
Teamchef Hannes Neuhauser hatte sich das Saisonfinale am vermutlich etwas anders vorgestellt. Nachdem seine beiden Fahrer Michael Waldherr und Andreas Estner zur Mitte der Saison eigentlich mit Podiumsplätzen in Fahrt gekommen waren, kam schon am Sachsenring die Ernüchterung. Nur im zweiten Rennenkonnten die beiden Piloten Punkte sammeln. Waldherr kam als Achter und Estner als Zehnter ins Ziel.
In Hockenheim zum Saisonfinale waren dann die Voraussetzungen beim Qualifying besser. Andreas Estner fuhr die dreizehntbeste Zeit. Michael Waldherr, der sich traditionell in Hockenheim wohl fühlt, wurde Achter. „Im Rennen ging es eigentlich immer ein Stück nach vorn“, sagt Teamchef Hannes Neuhauser. 
Und Waldherr zeigte auch zu Anfang des ersten Rennens, dass er diese Erwartungen erfüllen wollte und konnte. Schnell arbeitete er sich nach vorn schnupperte zur am Podium. Schließlich wurde er aber angeschoben und musste das Rennen aufgeben. Andreas Estner sammelte mit Platz 14 keine Punkte. „Das war schon ernüchternd, aber so ist das eben manchmal“, so Neuhauser. „In diesem großen Fahrerfeld hast Du manchmal Glück und manchmal eben auch nicht.“
Auch in den letzten beiden Rennen der Saison waren Waldherr und Estner nicht vom Glück verfolgt. Waldherr musste in beiden Rennen verfrüht seinen Neuhauser-Renner abstellen. Andreas Estner kam mit Rang elf und Rang 18 nicht in die Punkte. „So wünscht Du Dir das Saisonfinale sicher nicht“, sagt Hannes Neuhauser. „Nach ein paar Tagen überwiegen dann aber trotzdem die positiven Erlebnisse aus dem Jahr.“
„Andreas hat zum Beispiel als 17. Der Gesamtwertung einen großen Sprung gemacht und viel dazugelernt“, sagt Neuhauser. „Michael hat zumindest in ein paar Rennen zeigen können, dass er um die Podiumsränge mitfahren kann.“ Zwar konnte keiner der beiden Fahrer unter die Top10 in der Endabrechnung fahren. Mit Rang fünf in der Teamwertung kann Neuhauser allerdings zufrieden sein. „Vor uns sind nur die Topteams, die auch Fahrer hatten, die um die Spitzenplätze gefahren sind“, sagt er. „Unsere Saison war solide – so kann man das wohl am besten umschreiben.“


 

Formel 4: Podium für Estner zum Greifen nah

Formel-4-Fahrer Andreas Estner fährt am Nürburgring zwei vierte Plätze ein. Damit holt der Vorderthalhamer wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Warngau – Teamchef Hannes Neuhauser traute seinen Ohren kaum, als sich Andreas Estner (17) nach dem vorzeitigen Abbruch des zweiten Rennens am Nürburgring per Funk bei ihm meldete. Statt einem Jubelschrei über seinen soeben eingefahrenen vierten Platz gab sich der Formel 4-Pilot aus Vorderthalham bei Warngau analytisch-kühl. „Als erstes hat er gesagt, dass er wegen der roten Flagge nur die Hälfte der Punkte bekommt“, erzählt Neuhauser und lacht. „Da sieht man mal, wie ernst der Junge das nimmt.“

Eine Eigenschaft, die im modernen Rennsport unabdingbar ist. Nicht nur in der Formel 1, sondern bereits in einer Nachwuchsserie wie der ADAC Formel 4. Ein Blick auf die Ergebnisliste verrät, wie eng es zwischen den 28 Startern auf dem Nürburgring zugegangen ist. Gerade einmal eine Sekunde lag im Qualifying zwischen Platz eins und 23. Estners Rückstand als Fünfplatzierter betrug weniger als eineinhalb Zehntel – ein Wimpernschlag. Und den wollte der 17-Jährige im Rennen noch wettmachen.

Die Anfangsphase verlief genau nach Estners Wunsch. Schnell schob sich der dank seiner Kart-Erfahrungen abgebrühte Zweikämpfer auf Rang drei nach vorne, musste aber US-Racing-Pilot Fabio Scherer wieder vorbeiziehen lassen. Ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten fehlerfreien Rennen. Estner ging die Zeiten der Spitze mit und brachte seinen Neuhauser-Renner auf Platz vier ins Ziel – und sicherte sich damit zwölf wichtige Punkte für die Meisterschaft. Ein echter Schub für Estner, der in Spielberg und Oschersleben mit leeren Händen nach Hause fahren musste.

Vor allem aber war es die Nähe zum ersehnten Podium, die den 17-Jährigen Morgenluft wittern ließ. Für das zweite Rennen schienen die Ausgangsbedingungen sogar noch besser zu sein. Estner startete von Platz drei, brauchte sich eigentlich „nur“ zu verteidigen, um auf dem Stockerl zu landen. Das gelang ihm auch zu Beginn dank guter Rundenzeiten. Doch dann ereilte Estner einmal mehr das Pech. Kurz vor einer Rotphase fiel er auf Platz vier zurück. Weil das Rennen dann aufgrund eines Abflugs eines Konkurrenten auch nicht mehr freigegeben wurde, konnte sich Estner trotz perfekt abgestimmtem Auto nicht mehr nach vorne zurückkämpfen. Durch den frühzeitigen Abbruch gab es obendrein nur die Hälfte der Punkte.

Büßen musste Estner für seine guten Ergebnisse dann im dritten Rennen. Weil die Fahrer hier laut Reglement in umgekehrter Reihenfolge starten müssen, fand sich der 17-Jährige zuerst auf Platz sieben wieder. Durc

h eine Kollision wurde er noch weiter zurückgeworfen und sah schließlich als Zwölfter die Zielflagge. Weil aber zwei Gaststarter vor ihm waren, die nicht gewertet wurden, griff er am Ende doch noch zwei Meisterschaftspunkte ab. Aktuell liegt Estner nun mit 28 Zählern auf Platz 14.

In den beiden noch ausstehenden Läufen am Sachsen- und am Hockenheimring will er diese Bilanz weiter aufpolieren. An Estners Motivation sollte es nicht scheitern. „Andreas will es, er will es wirklich“, beschreibt ihn sein Coach Paul Spooner in einem knapp zehnminü

tigen Filmporträt auf seiner Homepage www.estner-racing.de. Diesen Willen könne man schon in Estners Augen sehen. Und seit dem Nürburgring weiß Teamchef Neuhauser, dass man ihn auch am Funk hören kann.

Sebastian Grauvogl  vonSebastian Grauvogl


 

Knapp am Treppchen vorbei

Auch beim sechsten Aufschlag der ADAC Formel 4 am Nürburgring (4. Bis 6. August) konnte das Team Neuhauser Racing aus Zell am Ziller für Aufsehen sorgen. War allerdings bislang der erfahrene Michael Waldherr der Garant für Punkte, setzte in der Eifel Youngstar Andreas Estner die Ausrufezeichen. Mit zwei vierten Plätzen sammelte Estner Punkte für die Gesamtwertung und schrammte nur knapp am Treppchen vorbei. Waldherr ging nach einem verwachsten Qualifying in den drei Rennen leer aus.

Schon vor der Saison hatte Teamchef Hannes Neuhauser nur gut von Andreas Estner gesprochen. Nach einigen durchwachsenen Ergebnissen konnte der Deutsche nun auch wieder zeigen, dass ein schneller Fahrer in ihm steckt. Schon beim Qualifying hatte Estner, der erst sein zweites Jahr in der ADAC Formel 4 angeht, mit der fünftbesten Zeit gute Voraussetzungen für die Rennen geschaffen. Nur eineinhalb Zehntel fehlten ihm auf die Pole Position. Für den Teamchef ist dies ein Grund zur Freude. „Wir können mit den Top Teams mithalten“, sagt Hannes Neuhauser. „Das haben wir dieses Mal sowohl im Zeittraining als auch in den Rennen gezeigt.“

Im ersten Lauf schob sich Estner dann schnell vom fünften auf den dritten Rang, konnte diesen aber anschließend gegen den starken US-Racing-Piloten Fabio Scherer nicht halten. Estner fing sich allerdings, hielt die Zeiten der Spitze mit und pilotierten seinen Neuhauser-Renner als Vierter ins Ziel. Michael Waldherr, der nach einem schwachen Qualifying als 19. An den Start ging, kam über Rang 15 nicht hinaus.

Auch im zweiten Lauf konnte Andreas Estner einen Platz gut machen und kam wiederum auf Rang vier ins Ziel. Da das Rennen allerdings nach einem Abflug von Cedric Piro nach zehn Minuten abgebrochen wurde, nahmen die Piloten für dieses Rennen nur die Hälfte der Punkte mit. „Das war das Erste was Andreas uns nach der roten Flagge per Funk gesagt hat, dass er ja jetzt nur die Hälfte der Punkte bekommt“, lacht Neuhauser am Ende des Wochenendes. „Da sieht man mal, wie ernst der Junge das nimmt.“

Für Michael Waldherr ging das Wochenende unglücklich zu Ende. Erst musste er ohne Punkte Rennen zwei auf Rang 14 beenden, dann stellte er nach einem zu heftigen Abflug über die Randsteine sein beschädigtes Auto in der Box ab. Auch Andreas Estner bekam im dritten rennen keine Punkte und sah als Zwölfter die schwarz-weiß karierte Flagge. „Da hätten wir uns schon noch ein bisschen was ausgerechnet“, so Neuhauser. „Aber insgesamt kann Andreas mit diesem Wochenende echt zufrieden sein.“

Estner schob sich mit diesen beiden vierten Plätzen direkt hinter seinen Teamkollegen Waldherr auf Platz 14 der Gesamtwertung. Das Team rangiert auf einem guten fünften Rang.  Noch zwei Rennwochenende stehen für die ADAC Formel 4 aus. Das nächste ab dem 15. September am Sachsenring.


 

Formel 4: Estner kämpft im Mittelfeld

Rad an Rad: Andreas Estner (r.) und seine Konkurrenten schenken sich bei den Duellen auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg keinen Zentimeter Platz.

 

Formel 4-Fahrer Andreas Estner (17) bleibt in Oschersleben und Spielberg ohne Meisterschaftspunkte. Aber die guten Rundenzeiten machen Hoffnung.

Warngau – Ein Startplatz im Mittelfeld ist im Formelsport ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet sich die Option auf spannende Zweikämpfe mit der Chance auf Meisterschaftspunkte, andererseits droht stets das Risiko einer Kollision. Andreas Estner (17) aus Vorderthalham bei Warngau hat bei den Formel 4-Rennen in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) und auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg vor allem Letzteres erlebt. Trotz vieler sehenswerter Überholmanöver konnte er nicht an seinen guten Saisonstart anknüpfen und blieb bei beiden Läufen ohne Punkte.

Dabei hatte das Wochenende in Spielberg eigentlich nicht schlecht angefangen für den 17-Jährigen. Mit Platz 14 und 13 im Qualifying machte sich Estner berechtigte Hoffnungen, sich im Rennen unter die Top Ten vorkämpfen zu können. Doch daraus wurde nichts. Bereits im ersten Rennen wurde er in eine Kollision verwickelt und rettete sich nur auf Platz 22 ins Ziel. Es sollte noch schlimmer kommen. Im zweiten Rennen wurde Estner von einem anderen Auto von der Strecke geschossen und schied aus.

Ein schweres Erbe auch für das Finale am Sonntag, das der 17-Jährige von Startplatz 22 aufnehmen musste. Dennoch hatte er nach der Zieldurchfahrt ein zufriedenes Lächeln unter dem Helm. Dank vieler Überholmanöver kämpfte er sich am Ende bis auf Rang elf nach vorne und verpasste die Punkteränge denkbar knapp.

Chaotisch startete dann das Rennwochenende in Oschersleben – und zwar für alle Fahrer und Teams gleichermaßen. Wegen eines stundenlangen Stromausfalls wurde das Qualifying immer wieder verschoben und schließlich auf 20 Minuten verkürzt. Estner ließ sich davon nicht beeindrucken und knüpfte an seine schnellen Zeiten in den freien Trainings an. Lange war er in den Top fünf unterwegs, doch wegen eines Fehlers in seiner schnellsten Runde konnte er sich am Ende nicht mehr verbessern und landete letztlich nur auf Startplatz 13.

An eine Aufholjagd war in Oschersleben jedoch nicht zu denken. Wegen des veränderten Streckenverlaufs waren so gut wie keine Überholmanöver möglich, und Estner konnte im ersten Rennen keine Plätze mehr gut machen. Noch bitterer verlief der Start in Rennen zwei. Gleich zu Beginn passierte Estner ein Missgeschick, das ihn ans Ende des Feldes zurückwarf. Doch der 17-Jährige gab nicht auf. Er zeigte einmal mehr seinen Kampfeswillen und fuhr am Ende als 18. ins Ziel. Vier Plätze weiter nach vorne schaffte er es im Finale am Sonntag.

Obwohl auch in Oschersleben keine Meisterschaftspunkte für ihn heraussprangen, ging Estner auf Gesamtplatz 18 zufrieden in die Sommerpause. Mit seinen Rundenzeiten hatte er bewiesen, dass er grundsätzlich mit der Spitze mithalten kann. Für den nächsten Lauf auf dem Nürburgring hofft Estner in erster Linie auf bessere Startplätze – um von den Scharmützeln im engen Mittelfeld verschont zu bleiben.


 

Formel 4: Andreas Estner (16) fährt in die Punkte

Andreas Estner, Lausitzring, Formel 4

Jeder Handgriff sitzt perfekt: Unter den Augen seiner Mechaniker bereitet sich Andreas Estner (im weißen Rennanzug) auf den Start des Formel 4-Rennens am Lausitzring vor.

 

Neues Team, neues Auto, neue Ziele: Andreas Estner hat sich für seine zweite Saison in der Formel 4 einiges vorgenommen. Die ersten beiden Rennen verliefen vielversprechend.

Warngau– Für seine zweite Saison in der ADAC Formel-4-Meisterschaft hat sich Andreas Estner (16) aus Vorderthalham bei Warngau nicht weniger als einen sportlichen Neuanfang vorgenommen. Der Start ist ihm bereits geglückt. Gleich beim ersten Lauf in Oschersleben holte er sich mit Platz zehn im dritten Rennen seinen ersten Meisterschaftspunkt und neun Zähler für seine Mannschaft Neuhauser Racing in der Teamwertung. Am Lausitzring sah er sogar als Sechstplatzierter die Zielflagge.

Dabei konnte zu Beginn des Wochenendes in Oschersleben nur der strahlende Sonnenschein ein zartes Lächeln auf Estners unter dem Helm verstecktes Gesicht zaubern. Nach Problemen im Qualifying musste er von Platz 18 ins erste Rennen starten. Hier kämpfte er sich zuerst bis auf die 14. Position nach vorne, fiel jedoch durch einen Fehler wieder auf Rang 17 zurück. Auch im zweiten Rennen ging es für Estner nur um einen Platz nach oben. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage kniff der 16-Jährige im dritten Rennen die Pobacken zusammen. Mit einem Raketenstart zog er gleich an etlichen Konkurrenten vorbei und fuhr dank weiterer, sehenswerter Überholmanöver am Ende als Zehnter über die Ziellinie. Entsprechend groß war der Jubel über den ersten Meisterschaftspunkt bei Estner und seinem Team.

Doch Oschersleben war nur der Anfang. Beim zweiten Lauf am Lausitzring gelang Estner der nächste Sprung in Richtung Spitze. Allerdings musste er auch hier sein Kämpferherz unter Beweis stellen. So brannte er bei seinem ersten Versuch im Qualifying die fünftschnellste Rundenzeit in den Asphalt, konnte sich aber beim zweiten Anlauf nicht mehr entscheidend verbessern und landete letztlich auf Startplatz 14.

Im ersten Rennen hielt Estner dafür von Beginn an mit den Schnellsten Schritt und setzte etliche Überholmanöver. Durch Kollisionen der vor ihm fahrenden Kontrahenten wurde er jedoch immer wieder ausgebremst und fuhr am Ende wieder nur als 14. ins Ziel. Ein weiterer Rückschlag folgte in Rennen zwei: Diesmal war Estner selbst in einen Unfall verwickelt und schied aus. Im letzten Lauf des Wochenendes lief dann wieder alles wie geschmiert. Schon am Start katapultierte sich Estner nach vorne, und quetschte sich dann an immer mehr Fahrern vorbei.

Als er letztlich als Sechster ins Ziel fuhr, war der Jubel bei seiner Familie und seinem Team groß. Und er könnte sogar noch größer werden. Weil die Rennkommissare nach der Qualifikation technische Unregelmäßigkeiten an den vor Estner platzierten Fahrzeugen des Teams US-Racing feststellten, steht eine rückwirkende Disqualifikation im Raum. Dann wäre Estner Vierter – und seinem Traum vom ersten Podium schon sehr nahe gekommen.

 


 

Formel-4-Fahrer Andreas Estner: „Talent allein reicht nicht“

Formel-4-Fahrer: Andreas Estner aus Warngau mit neuem Team

Bei den Formel 4-Testfahrten am Nürburgring hat Andreas Estner für sein neues Team Neuhauser Racing vielversprechende Rundenzeiten gefahren.

 

Andreas Estner (16) aus Warngau startet in seine zweite Saison in der Formel 4. Mit dem neuen Team Neuhauser Racing will er es in die Top 10 schaffen.

Warngau– Andreas Estner macht gerade seinen Führerschein. Die Theorieprüfung hat er bestanden, und an der Praxis sollte es bei einem Rennfahrer wie ihm ohnehin nicht scheitern. Eine härtere Fahrschule hat der 16-jährige Gymnasiast aus Vorderthalham bei Warngau in seiner ersten Saison in der Formel 4 durchlaufen. Der Umstieg vom Kartfahren in den Formelsport war für Estner nicht weniger als ein Sprung ins kalte Wasser. Am Sonntag startet der 16-Jährige nun mit seinem neuen Team Neuhauser Racing aus Österreich in Oschersleben in sein zweites Jahr in der Serie. Im Interview berichtet Estner von seinen Erlebnissen als Rookie, verrät seine sportlichen Ziele und erklärt, warum Rennfahren ein Mannschaftssport ist.

Andreas, im Kart bist Du von Sieg zu Sieg gefahren, in der Formel 4 waren Deine besten Ergebnisse je ein 17. Platz am Sachsen- und am Hockenheimring. Wie hart ist es da, sich weiter zu motivieren?

Andreas: Das ist überhaupt kein Problem. Ich wusste ja, dass meine erste Saison in erster Linie ein Lehrjahr wird. Viele Fahrer testen ein bis zwei Jahre, bevor sie in den Rennbetrieb einsteigen. Ich habe nur wenige Tests gefahren und bin direkt in die Serie rein, um Rennerfahrung zu sammeln.

 

Eine mutige Entscheidung. Hat sie sich denn auch ausgezahlt?

Andreas: Auf jeden Fall. Es war es ein sehr hartes und stressiges, aber auch ein lehrreiches Jahr. Das Auto und die Technik hatte ich eigentlich recht schnell im Griff. Man bekommt vor dem ersten Rennen genügend Informationen von den Ingenieuren und lernt, mit dem Auto umzugehen und es zu verstehen. Dazu gehört zum Beispiel, wie man die Bremsbalance richtig einstellt oder wie man am Start die Kupplung loslässt. Tatsächlich war der Start die größte Umstellung für mich.

 

Inwiefern das?

Andreas: Beim Kartfahren startet man fliegend, in der Formel 4 aus dem Stand. Da ist man schon nervös, wenn man darauf wartet, dass die Ampellichter ausgehen. Wenn 30 Autos gleichzeitig auf die erste Kurve zuschießen, muss man sich richtig platzieren, damit man nicht gleich ein paar Plätze verliert oder in eine Kollision verwickelt wird. Nach ein paar Rennen hatte ich das aber raus. Eine Umstellung war aber auch, sich an das Drumherum außerhalb des Cockpits zu gewöhnen.

 

Gibt es denn da so viel zu tun?

Andreas: Definitiv. Die Formel 4 ist zwar eine Nachwuchsserie, aber dafür schon sehr professionell organisiert. Als Einsteiger kommt man sich da vor wie in einer neuen Schulklasse. Aber mit der Zeit lernt man die anderen Fahrer kennen und kommt auch mal privat ein bisschen ins Gespräch. Viel Zeit hat man dazu aber nicht.

 

Warum nicht?

Andreas: Weil man das ganze Rennwochenende über unterwegs ist. Das geht von Lizenzlehrgängen über Fahrerbesprechungen, Datenauswertung, Physiotherapie und Aufwärmen bis hin zu Fototerminen. Am Anfang war das manchmal schon ein bisschen schwierig. Da wusste ich teilweise noch nicht mal, wo die einzelnen Meetings stattfinden und wie ich da am schnellsten hinkomme. Aber mit der Zeit kommt man ganz gut zurecht und kann sich wieder mehr auf den Sport konzentrieren.

 

Wie fällt da Dein Fazit aus? Bist Du zufrieden mit Deiner Rookie-Saison?

Andreas: Teils teils. Mein Ziel war es, mich von Rennen zu Rennen zu steigern. Das ist mir in der ersten Saisonhälfte ganz gut gelungen. Am Lausitzring hatte ich aber einen schweren Unfall. Da hat mich ein hinterherfahrender Konkurrent am Ende der Start-/Zielgeraden bei hohem Tempo von der Strecke geräumt. Mir ist nicht viel passiert, aber das Auto hatte Totalschaden. Wegen meines Knies habe ich von den Ärzten keine Freigabe für das nächste Rennen bekommen. Von da an hatte ich irgendwie eine Pechsträhne. Auch das Ersatzauto machte oft Probleme. Weil es zudem im Team ein paar Schwierigkeiten gab, musste ich am Nürburgring teilweise ohne Ingenieur auskommen und sogar unverschuldet das Rennwochenende in Zandvoort auslassen. Da merkt man, dass das eigene Talent nicht alleine entscheidend ist für den Erfolg. Man braucht eine gut funktionierende Mannschaft, um vorne mitmischen zu können. Mit Neuhauser Racing habe ich die nun gefunden, denke ich.

 

Wie ist der Wechsel zustande gekommen?

Andreas: Wir haben uns vom Testen her gekannt, und jetzt haben wir zusammengefunden. Die Harmonie im Team passt super, und dank meinem Renningenieur, Fahrercoach und Physiotherapeuten fühle ich mich bestens betreut. Hannes Neuhauser ist ein junger und trotzdem erfahrener Teamchef, der früher selbst Rennen gefahren ist. Mit Michael Waldherr habe ich zudem einen erfahrenen Teamkollegen zur Seite. Bei RS Competition, wo ich 2016 gefahren bin, war ich meist allein. Das ist ein Nachteil, weil man keine Daten für die Fahrzeugabstimmung austauschen kann. Heuer sieht es viel besser aus.

 

Welche Ziele hast Du Dir für 2017 gesetzt?

Andreas: Ich möchte regelmäßig in die Top 10 fahren und Punkte für die Meisterschaft sammeln. Auch auf den ein oder anderen Podestplatz hoffe ich. Die ersten beiden Testtage am Nürburgring waren recht vielversprechend. Am zweiten Tag war ich Gesamtzweiter von zehn Fahrern. Und da waren ein paar große Namen dabei.

 

...zu denen Du vermutlich auch bald dazugehören willst, oder?

Andreas: (lacht) Klar möchte ich mir einen Namen machen und mich mit meinen Leistungen für die nächsthöheren Rennserien empfehlen. An meinem Traum, irgendwann mal Formel 1 zu fahren, hat sich nichts geändert.

 

Und falls das nicht klappt? Hast Du Dir einen Plan B überlegt?

Andreas: Mein Plan B ist momentan die Schule. Obwohl ich es auch heuer durch meinen Sport wieder auf 30 Fehltage bringen werde, möchte ich 2018 wie geplant mein Abitur machen. Was danach kommt, werden wir sehen. Als Rennfahrer denke ich erst mal von Saison zu Saison.

 

Überblick: Das ist die Formel 4

Die ADAC Formel 4 wurde 2015 als neue Nachwuchsserie im deutschen Motorsport gestartet. 2017 versuchen sich 26 junge Rennfahrer – darunter nicht nur Europäer, sondern auch Brasilianer und US-Amerikaner – am Steuer derBoliden mit 160 PS-starkem 1,4 Liter-Turbomotor. Um die Technik kümmern sich neun TeamsSieben Rennwochenenden sind geplant. Auf dem Lausitzring, Red Bull Ring, Nürburgring, Sachsenring und Hockenheimring macht die Serie jeweils einmal Station, in Oschersleben sogar zwei Mal. 

Das Programm beginnt am Freitag mit zwei Freien Trainings und dem ersten Teil der Qualifikation. Endgültig festgelegt wird die Startaufstellung dann beim Qualifikationsrennen am Samstagmorgen. Danach folgt das erste Rennen, ehe es am Sonntag in die Rennen zwei und drei geht. Um die Spannung zu erhöhen, starten die besten zehn Fahrer des ersten Rennens beim zweiten Lauf in umgekehrter Reihenfolge. Je nach Streckenlänge geht ein Rennen über zehn bis 18 Runden und dauertje eine halbe Stunde. Meisterschaftspunkte gibt es für die besten zehn Fahrer


 

NEUHAUSER RACING: MOTORSPORT MADE IN AUSTRIA

Neue Gesichter bei Neuhauser Racing: Nach dem Abschied von Felipe Drugovich (16, BR), der zu Van Amersfoort Racing wechselte, und Rookie-Meister Nicklas Nielsen (20, DK), der zu US Racing wechselte, nimmt der 2004 gegründete Rennstall aus dem österreichischen Zell am Ziller die neue Saison der ADAC Formel 4 mit Andreas Estner (16, Warngau) und Michael Waldherr (20, Ruderting) in Angriff.

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„Wir sind absolut von unseren neuen Fahrern überzeugt und gehen die neue Herausforderung voller Elan an“, sagt Teamchef Hannes Neuhauser: „Wir sind jetzt ein rein österreichisch-bayrisches Team und schauen mal, was dabei herauskommt.“ 

 

Die dritte Saison der Highspeedschule des ADAC beginnt am letzten Aprilwochenende (28. bis 30.04.) in der Motorsport Arena Oschersleben. Es bleiben also noch knapp acht Wochen, um sich in der neuen Konstellation einzufahren. Beim Rollout auf dem Adria International Raceway Ende Februar haben sich alle Beteiligten noch näher kennengelernt. Teambuilding stand im Vordergrund, nun sollen weitere Tests und die Detailarbeit folgen, sagt Neuhauser, denn: „Wenn wir etwas machen, dann machen wir es richtig und gescheit. Wir haben ein kleines, aber feines Team und setzen auf Kontinuität. Viele Mechaniker sind seit Jahren dabei. Jeder weiß, was er zu tun hat – und das funktioniert hervorragend.“ 

 

Trotz der Hektik und des Trubels im Motorsport legt man bei Neuhauser Racing großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre im Team. „Es ist für uns ganz wichtig, eine private Bindung und Freundschaft zu den Fahrern und Familien zu haben. Es gibt bei uns keinen Fahrer, der nicht gerne immer wieder zu uns kommt, wenn wir uns irgendwo sehen“, erzählt er: „Das Hauptaugenmerk in der Nachwuchsarbeit liegt darauf, das Team mit dem Fahrer in Einklang zu bringen. Wie arbeitet der Fahrer mit dem Team zusammen – vertraut der Fahrer dem Team? Das ist ganz wichtig. Wenn der Fahrer dem Team nicht vertraut, ist alles vorbei.“ 

 

Auf Basis dieser persönlichen Nähe und des gegenseitigen Vertrauens wird bei den Österreichern, die seit 2008 ohne Unterbrechung alle Rennen der ADAC-Nachwuchs-Formelserien bestritten und mit dem Dänen Mikkel Jensen 2014 den letzten Gesamtsieger des ADAC Formel Masters gestellt haben, seit jeher gearbeitet – und das mit Erfolg. Mit den beiden Rookies Drugovich und Nielsen wurde Neuhauser Racing 2016 Sechster in der Teamwertung und landete dabei regelmäßig in den Punkten. 

 

„Dass wir als kleines österreichisches Team immer mal wieder vor den Großen landen, zeigt, dass wir ganz gute Arbeit leisten. Wenn man alles vergleicht, dann brauchen wir uns nicht zu verstecken“, sagt der 32-jährige Neuhauser, der die neue Saison ohne großen Druck angehen will. „Jedem bei uns ist klar, dass es schwierig wird, um den Meistertitel mitzufahren. Aber wir wollen die da vorne schon ein bisschen ärgern.“ 

 

In diesem Jahr soll dies mit Andreas Estner und Michael Waldherr gelingen. Beide sind schon 2016 in der ADAC Formel 4 gefahren – allerdings ohne ihre eigenen hohen Erwartungen erfüllen zu können. Deshalb will Neuhauser mit seinen Neuen nicht nur auf der Rennstrecke, sondern vor allem auch auf mentaler Ebene arbeiten. 

 

„Man muss sie auf den richtigen Weg bringen und ihnen sagen, dass sie locker bleiben sollen. Sie müssen sich konzentrieren, dürfen nicht zu viel denken. Bei den Jungs spielt es eine große Rolle, mental stark zu sein und nicht zu verkrampfen“, sagt Neuhauser, der weiß, wovon er spricht. Wie schon sein Vater Josef Neuhauser in den 70er- und 80er-Jahren, fuhr auch Hannes in verschiedensten Serien zu zahlreichen Titeln und Meisterschaften – unter anderem belegte er 2003 Rang drei in der deutschen Formel-3-Meisterschaft. 

 

Seine beiden ehemaligen Schützlinge Drugovich und Nielsen zählt Hannes Neuhauser im Jahr 2017 zu den heißen Anwärtern auf den Meistertitel. „Ich denke, dass beide ganz vorne sein werden und auch die Piloten von Prema und Van Amersfoort“, sagt der 32-Jährige: „Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich hoffe, dass wir ihnen helfen konnten und sie das umsetzen können, was sie im vergangenen Jahr bei uns gelernt haben.“ (Motorsport XL)

 

Kart-Sport

RMC GERMANY FEIERT NEUE SIEGER

Junioren: Auf und Ab für Estner

 

Eine wahre Achterbahn der Gefühle erlebte Tabellenführer Sebastian Estner (RS Competition) in Hahn. Zu Beginn des Wochenendes hatte sich der Warngauer souverän die Pole-Position im 28-köpfigen Feld sichern können, doch der erste Wertungslauf auf nasser Strecke wurde zum Waterloo für den Tony-Kart-Piloten. Mit Reifenproblemen wurde er auf den enttäuschenden 25. Platz durchgereicht. Schadensbegrenzung betrieb Estner im zweiten Rennen, wo er sich gekonnt auf Platz fünf nach vorne arbeiten konnte. Dies war letztlich der Grundstein für den Erfolg im Finale, das er souverän mit über drei Sekunden Vorsprung vor Andre Walter (Kart Pertformance Racing) und Gaststarter Mathias Lund (RS Competition) gewinnen konnte.

 

Aber auch andere Piloten hatten ihren großen Auftritt: Dennis Siemens (VPDR) war der Mann des ersten Rennens am Samstag. Auf nasser Piste katapultierte sich der Bielefelder vor Phil Dörr (CRG Performance) und Simon Vogthofer (Beule Kart Racing Team) an die Spitze und feierte seinen ersten Saisonsieg. Selbiges galt dann auch im zweiten Wertungslauf für Simon Vogthofer. Nachdem der ursprüngliche Gewinner, Taminno Bergmeier (Team TKP), eine Zeitstrafe erhalten hatte, erbte der Sodi-Pilot den Sieg und feierte die volle Punkte-Ausbeute vor Ben Dörr und Dennis Siemens. Bestätigen konnte Vogthofer seine Leistung im Finale jedoch nicht, da ihn eine Kollision ins vorzeitige Aus beförderte. Am Ende bleibt festzuhalten, dass der Kreis der Favoriten bei den Junioren weiter gewachsen ist, was auf einen spannenden Saisonverlauf hoffen lässt. (Motorsport XL)

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